Anti-Piraterie Workshop für Filmschaffende

Online-Piraterie im Filmbereich – Verstehen, Einordnen, Diskutieren

mit Andreas Kemerle (fifthfreedom)

Wann: 27. Januar 2026, 16:00 – 18:00 Uhr
Wo: Online (Zugangsdaten nach Anmeldung)

Online-Piraterie ist ein komplexes Phänomen, das die Filmbranche seit Jahrzehnten begleitet und sich mit der Digitalisierung stetig verändert. Sie zielt nicht nur auf Hollywood-Blockbuster, sondern betrifft auch kleine Produktionen . Im Workshop werfen die Teilnehmenden gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen: Wie funktioniert Piraterie heute, welche Formen gibt es, und warum sind manche Werke stärker betroffen als andere?

Dabei geht es nicht nur um Handlungsempfehlungen, sondern um ein tieferes Verständnis:

  • Welche Wege und Plattformen nutzen Piraten heute?
  • Wie hat sich die Szene im Laufe der Zeit entwickelt?
  • Welche Mittel stehen Rechteinhabern zur Verfügung, um darauf zu reagieren – und wie wirksam sind sie?
  • Wie finanzieren sich Piraterieportale – und woran erkennt man ein illegales Angebot?
  • Und lässt sich Online-Piraterie überhaupt verhindern?

Der Workshop richtet sich an alle, die im Film- und Medienbereich tätig sind – ganz gleich ob mit viel Erfahrung oder neu in der Branche. In einem offenen Gesprächsformat besteht Raum für Austausch, Fragen und Diskussion. Ziel ist es, ein fundiertes Grundverständnis für das Thema zu vermitteln – mit vielen Einblicken in die aktuelle Praxis und ihre Herausforderungen.`

Über den Referenten:
Andreas Kemerle ist Geschäftsführer und Mitgründer der Leipziger Firma fifthfreedom GmbH, die sich auf den Schutz digitaler Inhalte vor Online-Piraterie spezialisiert hat. Aus eigener Erfahrung mit unerlaubter Verbreitung seiner Werke entwickelte er automatisierte Lösungen zur Erkennung und Entfernung urheberrechtsverletzender Inhalte im Internet.
Mit seinem Team unterstützt er nicht nur große Rechteinhaber, sondern engagiert sich auch gezielt für Selfpublisher, etwa durch Monitoring-Strategien und Beratungsangebote.

Das Seminar wird moderiert von Dr. Julia Dordel.

Teilnahmebedingungen: Für Mitglieder des Film & Medienbüros Niedersachsen ist die Teilnahme am Seminar kostenlos. Für Nicht-Mitglieder beträgt die Gebühr 60 Euro. Einen Rabatt von 25 % gibt es für Mitglieder unserer Partnerorganisationen WIFTG - Women in Film and Television Germany, Filmbüro Bremen und AG DOK sowie für Studierende.

Anmeldungen per Mail an

Foto: Andreas Kemerle (fifthfreedom) erstellt mit DALL·E 3

ARCHIV

Wie geht faires Filmemachen? Intensivkurs mit Christine von Fragstein (FAIR PLAY Film + Kultur)

Wann: Montag, 31. März 2025, von 16:00 bis 18:00 Uhr
Wo: via Zoom

In einem Online-Workshop mit der renommierten Expertin für faire Arbeitsbedingungen in Film und Fernsehen Christine von Fragstein blickt das Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. am 31. März 2025 von 16:00 bis 18:00 Uhr auf konkrete Tools und Handlungsempfehlungen, um gerechtere Filmproduktionen zu ermöglichen.

Konflikte am Set kennen wir alle: Ein Filmdreh ist eine Belastungsprobe in vielerlei Hinsicht. Über wenige Wochen kommen unterschiedlichste Menschen zusammen und sollen unter Zeit- und Kostendruck hoch effizient und superkreativ zusammenarbeiten. Und das möglichst ohne Störung und Konflikte. Denn für so etwas ist im Drehplan keine Zeit vorgesehen. Das Budget ist knapp, die Erwartungen an das Ergebnis hoch und die Zeit ist eigentlich immer zu wenig.

Und doch nimmt das Thema „Faires Filmemachen“ spürbar an Bedeutung zu und stellt sich als Herausforderung in Film-Teams dar, die auf der Höhe der Zeit produzieren wollen. In einem Workshop mit Christine von Fragstein (FAIR PLAY Film + Kultur) wollen wir deshalb Wege und Tools kennenlernen, wie Teambuilding und Kommunikation am Set - und am besten bereits in der Vorbereitung - gestaltet werden kann: Wie schaffen wir ein Arbeitsklima, das auf Vertrauen und gutem Miteinander aufgebaut ist? Wie schützen wir alle Beteiligten vor Machtmissbrauch, unsicherem Arbeitsklima oder Diskriminierung? Wie können wir fair zusammenarbeiten?

Anhand des „Respect Code Film“, den die Branche als Selbstverpflichtung im letzten November verabschiedet hat, gibt Christine von Fragstein in dem zweistündigen Workshops eine Überblick über verschiedene Tools (Recruiting, On-Boarding, Warm-Up, Vertrauensperson) mit denen wir ein anderes und besseres Arbeitsklima bei Filmproduktionen schaffen können.

Christine von Fragstein ist Facilitatorin und Expertin für Veränderungsprozesse. Ihre vielseitige Ausbildung umfasst Kulturmanagement, systemisch-integratives Coaching und agiles Arbeiten (Scrum und Design Thinking). Beruflich war sie unter anderem bei der Film- und Medienstiftung NRW, als Gründungsdirektorin von Berlinale Talents und als Senior Programmer beim Zurich Film Festival tätig. Seit 2017 berät sie Film- und Kulturinitiativen im Bereich Change Management, Strategie und Teambuildung. Ihre Leidenschaft gilt dem Dokumentarfilm, der Vernetzung von Menschen und dem Aufbau starker Communities. 2023 hat sie zusammen mit Christine Tröstum und Thomas Biniasz die Initiative FAIR PLAY Film + Kultur gegründet und bietet 1:1 Business Coaching für Kreative, Leadership Workshops und Impulse für u.a. für Crew United und die Produktionsallianz an.

Der auf gemeinsame Initiative der Produktionsallianz, ver.di und Bundesverband Schauspiel e. V. (BFFS) entstandene Respect Code Film (RCF) wurde im November 2024 unterzeichnet. Es ist die erste und einzige branchenweite Vereinbarung zur Einhaltung von Grundsätzen für den respektvollen, kollegialen und die Persönlichkeit schützenden Umgang bei Film- und Fernsehproduktionen. Der Respect Code Film wendet sich gegen jede Form von respektlosem Verhalten, Belästigung, Gewalt, Diskriminierung oder anderes Fehlverhalten und schreibt branchenweite Grundsätze für sicheres Arbeiten und einen respektvollen Umgang bei jeder Art von Film- und Fernsehproduktion fest.

Das Seminar wird moderiert von Silke Merzhäuser.

Teilnahmebedingungen: Für Mitglieder des Film & Medienbüros Niedersachsen ist die Teilnahme am Seminar kostenlos. Für Nicht-Mitglieder beträgt die Gebühr 50 Euro. Einen Rabatt von 25 % gibt es für Mitglieder unserer Partnerorganisationen WIFTG - Women in Film and Television Germany, Filmbüro Bremen und AG DOK sowie für Studierende. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Kenntnis des RCF – Respect Code Film:
https://produktionsallianz.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-11-08_RCF_unterzeichnet.pdf

Anmeldungen sind ab sofort bis spätestens Freitag, 28. März,
per Mail an möglich.

Das Seminar wird mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur angeboten.