
Hildesheim, Lüneburg, Salzgitter, eine Telefonzelle und fremde Planeten: Das sind unter anderen die Orte, an denen die herausragenden neun niedersächsischen Kurzfilme spielen, die in der neuesten Ausgabe des Kurzfilmprogramms „Nord Shorts 2025/2026“ präsentiert werden. In Anwesenheit der Filmschaffenden wird das Programm am 2. Oktober im Rahmen des Film- und Medienforum Niedersachsen im Kino im Künstlerhaus mit einer feierlichen Premiere erstmals präsentiert und im Anschluss in ausgewählten niedersächsischen Kinos vorgestellt.
Das abwechslungsreiche Line-up reicht von spritzigen Komödien über originelle Animationsfilme und experimentelle Essayfilme bis hin zu berührenden Dokumentationen und charmantem Trash – und bietet damit einen mitreißenden Überblick über das kreative, vielfältige Kurzfilmschaffen in Niedersachsen. Drei Produktionen sind nordmedia-gefördert, eines davon im Rahmen des mediatalents-Programms des Film- und Medienbüros Niedersachsen. Einige Beiträge stammen aus Hochschulproduktionen und spiegeln die nächste Generation der Filmszene wider. Thematisch zieht sich ein roter Faden durch viele der Filme: Fragen nach Rollenbildern und Identitäten, dem Wechsel zwischen unterschiedlichen Selbstbildern und der Auseinandersetzung damit, welche Erwartungen wir erfüllen – und wie wir uns selbst definieren.
Nord Shorts 2025 ist damit ein hochaktuelles, spannendes Programm junger Filmschaffender aus Niedersachsen, das eindrucksvoll zeigt, was die hiesige Szene an Kreativität und erzählerischer Vielfalt zu bieten hat.
Spieltermine:

(Deutschland 2025, 22 Min.)
Regie: Thassilo Vahlenkamp
Filmförderung: nordmedia (Programm „mediatalents“)
Ein Tinder-Date in einer nostalgischen Telefonzelle wird zur absurden Nacht voller Nähe, Selbstinszenierung und Tiger-Motiv.

(Deutschland 2024, 18 Min.)
Regie: Agnieszka Jurek
Hauptpreis des Deutschen Wettbewerbs bei den 70. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.
Essayfilm als persönliche Reflexion über Vergänglichkeit mit Found Footage, privaten Aufnahmen und Klanglandschaften.

(Deutschland 2025, 11 Min.)
Regie: Hüseyin Albayrak
Komödie über Clanrivalitäten in Salzgitter, die auf einen jungen Mann namens Mike treffen und in eine Eskalation münden.

(Deutschland / Vereinigtes Königreich 2025, 3:08 Min.)
Regie: Maxim Gehricke
3D-Animation/Sci-Fi
Die Neugier eines Roboters führt zu einer Entdeckung über Zeit und Alter.

(Deutschland 2024, 19 Min.)
Regie: Constanze Wolpers
Filmförderung: nordmedia (cast&cut-Stipendium). Deutscher Kurzfilmpreis 2024.
Dokumentarischer Essay über den Mord an Arkan Hussein Khalaf, Annäherung an strukturellen Rassismus über Akten, Fußball und eigenes Aufwachsen.

(Deutschland 2024, 6:40 Min.)
Regie: Juliane Block & Orla Wolf
Filmförderung: nordmedia. Best Animated Short bei Berlin Independent Film Festival 2024
Stop-Motion – ein junger Mann hält sich wegen eines Hirschgeweihs an der Wand für einen Hirsch; eine surreale Geisterbahn.

(Deutschland 2024, 2:33 Min.)
Regie: Julia Wegner
Nach Virginia Woolf – eine kurze Studie zu Kostüm und Kunst im Wandel der Epochen, entstanden als studentische Arbeit an der Hochschule Hannover.

(Deutschland / Türkei 2024, 12:50 Min.)
Regie: Atiye Noreen Lax
Diplom-Stipendium der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (HBK)
Persönlicher Essay über „Heimkehr“ und das Fehlen kultureller Geborgenheit.

(Deutschland, 2025, 1:40 Min.)
Regie: James Smith
Publikumspreis beim HARD:LINE Festival 2025.
Stop-Motion-Trash-Horror: Ein außerirdisches Wesen stürzt bei einem Labor ab, woraufhin Chaos und Blut folgen.
Bildquelle (Filmstills) liegt bei den jeweilen Regisseur*innen.