Film & Medienbüro Niedersachsen e. V.

Der Interessenverband niedersächsischer FilmemacherInnen und kultureller Medienschaffender

Das Film & Medienbüro Niedersachsen (FMB) wurde 1986 in Osnabrück als Interessenverband niedersächsischer FilmemacherInnen und kultureller Medienschaffender mit dem Ziel gegründet, die Strukturen für die Produktion und das Abspiel von Filmen und Videos im Lande zu verbessern und die unabhängige Film- und Medienkultur zu stärken.

Von 1992 bis 2001 wurde die Arbeit des Verbandes vom Land institutionell gefördert. In der Zeit gab das FMB das "Medienhandbuch Niedersachsen / Bremen sowie den Location Guide Niedersachsen heraus und entwickelte die Internetplattform "Media-Net Niedersachsen". Die jährliche Filmschau "Inventur" wurde seit 1991 vom FMB durchgeführt.

Aufgrund der Neukonzeption der Medienförderung und der Gründung der nordmedia Fonds, der Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen, wurde die Förderung der Verbandsarbeit 2002 leider eingestellt.
Von 2010 bis Oktober 2013 hatte das FMB einen Sitz im Aufsichtsrat der nordmedia - Die Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen mbH. Seit Oktober 2013 hat Karl Maier einen Sitz im Vergabeausschuss der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen mbH. Seit 1994 ist das FMB Mitglied der Versammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt.

Seit 2014 wird das Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. (wieder nach 10jähriger Pause) vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Mit dem Jahreswechsel 2016/17 wechselt die Geschäftsstelle in der Charlottenstr. 5 in 30449 Hannover. Bernd Wolter übernimmt von Karl Maier die Geschäftsführung.

Aufgaben und Ziele:

  • Interessenvertretung der Mitglieder und Medienschaffenden
  • Beratung bei Filmprojekten
  • Unterstützung bei der Herstellung von Film- und Fernsehproduktionen
  • Vermittlung von Kontakten zu Kino, Fernsehen, Verleih etc.
  • Herausgabe der Medienzeitschrift RUNDBRIEF und weiterer Publikationen
  • Durchführung von Veranstaltungen
  • Präsentation von Filmen auf Festivals und Filmmärkten, Zusammenstellung von Filmprogrammen
  • Verbesserung der Medien-Infrastruktur in Niedersachsen
  • Medienpolitische Lobbyarbeit bei Behörden, Verbänden, Fernsehen und Parteien
  • Verbesserung der Kommunikation und Koordination von Aktivitäten

Im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) und des Ministeriums für Soziales, Frauen Familie und Gesundheit hat das FMB den Medienpädagogischen Atlas Niedersachsen erstellt, betreut redaktionell den online-Auftritt und gibt monatlichen einen newsletter heraus.

Das Film & Medienbüro ist zusammen mit Vision Kino Veranstalter der SchulKinoWochen Niedersachsen.

Das FMB gibt viermal jährlich die Medienzeitschrift Rundbrief heraus, deren Bezug für die Mitglieder im Mitgliedsbeitrag enthalten ist.

Bis zum 31.12.2004 aktualisierte und erweiterte das FMB im Auftrag der nordmedia Fonds den Location Guide und den Media / Production Guide. Diese Projekte wurden vom FMB entwickelt und laufen jetzt bei der nordmedia Fonds weiter. Ebenfalls für die nordmedia Fonds erstellte das FMB unter anderem einen Produktionsspiegel und einen Festivalkalender und stellte Ausschreibungen und Seminare auf den Internet-Seiten der nordmedia ein. Im Location-Bereich arbeitete das FMB mit der Film Commission der nordmedia zusammen und war regionaler Ansprechpartner für den Bereich Weser-Ems.

Aktuelle Projekte des FMB sind u. a. die SchulKinoWochen Niedersachsen. In Kooperation mit dem Landesverband Bürgermedien koordiniert das FMB das TV-Magazin FilmFestSpezial. In Kooperation mit M7-Medienagentur veranstaltet das FMB das Film- und Medienforum Niedersachsen.

Land unterstützt Kulturfachverbände

Zielvereinbarungen für drei Jahre

Karl Maier, Bernd Wolter (beide Film & Medienbüro) und Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (v.l.n.r.). Foto: Susanne Degener
Karl Maier, Bernd Wolter (beide Film & Medienbüro) und Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (v.l.n.r.). Foto: Susanne Degener
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Karl Maier, Bernd Wolter (beide Film & Medienbüro) und Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (v.l.n.r.). Foto: Susanne Degener

Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic und Vertreterinnen und Vertreter der Kulturfachverbände sowie der Bundesakademie für Kulturelle Bildung haben am 30. September 2014 neue Zielvereinbarungen unterzeichnet, die von 2015 bis Ende 2017 gelten. In diesem Zeitraum wird das Land jährlich rund 4.4 Millionen Euro für die Fachverbände und die Bundesakademie in Wolfenbüttel bereitstellen.

„Die Kulturfachverbände sind aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz eine feste Größe, wenn es darum geht, Kulturanbieter zu beraten, zu fördern und untereinander zu vernetzen“, sagte Ministerin Heinen- Kljajic. Mit den neuen Zielvereinbarungen stelle das Land sicher, dass sie diese Aufgaben wahrnehmen und den veränderten Anforderungen gerecht werden können. Sie seien Grundlage für die Verbände und das Land Niedersachsen für eine zukunftsfähige Kulturförderung, so die Ministerin.

Neue Wege geht Niedersachsen bei der Vergabe der Fördergelder. Das Land bindet Kulturfachverbände wieder stärker in diesen Prozess ein. Von 2015 an übernimmt die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) die Projekt- und Strukturförderungen aus Landesmitteln für den Bereich der Soziokultur; Geld für Investitionen vergibt weiterhin das Land.
Erstmals hat Niedersachsen Zielvereinbarungen mit dem Film- und Medienbüro und der Landesarbeitsgemeinschaft Rock abgeschlossen. Bei der Vertragsunterzeichnung freuten sich Bernd Wolter, 1. Vorsitzender des FMB und Geschäftsführer Karl Maier über die Unterstützung der Arbeit durch das Land und über die dreijährige Planungssicherheit. (siehe Foto)

Das Film & Medienbüro will insbesondere seine Aktivitäten bei der Weiterentwicklung der Film- und Medienförderung in Niedersachsen verstärken und dabei auch Veranstaltungen zu medienpolitischen Themen durchführen, sich in Kooperation mit Initiativen um die Vermittlung von Film- und Medienkunst kümmern und die Beratung für Filmschaffende ausbauen. Geplant ist u. a. auch eine Untersuchung der Arbeitsbedingungen von Filmkünstlern und Medienschaffenden, die Kooperation mit Hochschulen und Universitäten mit Film- und Medienschwerpunkten, die Vernetzung des Nachwuchses mit der professionellen Medienszene sowie der Ausbau des online-Informationsangebotes des FMB.

Durch die bereits in diesem Jahr aufgenommene Institutionelle Förderung des FMB war es möglich, das Kurzfilmprogramm „Nord Shorts“ in die Kinos zu bringen. Die ersten Erfahrungen bei den Publikumsdiskussionen haben gezeigt, dass die sechs preisgekrönten Filme viele Gespräche auslösen und zum Nachdenken anregen.